Arabische und Portugiesische Seefahrer hatten die zentrale Inselgruppe der Seychellen im siebten Jahrhundert entdeckt.

Wegen ihrer Lage abseits der damaligen Seewege wurden sie nicht in Besitz genommen. Ende des 16ten Jahrhundert siedelten sich erstmals französische Kolonialisten an und bestellten die Plantagen mit Hilfe afrikanischer und madagassischer Sklaven. Nach der Übernahme der Inselgruppe durch England im 19ten Jahrhundert endete die Sklaverei und es entstand eine kreolische Mischbevölkerung. Anfang der 70er Jahre dieses Jahrhunderts entwickelten sich zwei politische Parteien, die für die Unabhängigkeit von England kämpften und 1976 auch durchsetzten. Nach einem Jahr einer Koalitionsregierung gelang der SPUP ein unblutiger Putsch und sie errichtete einen Einparteienstaat nach osteuropäischem Muster. Nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten in Osteuropa orientierte man sich wieder nach Westen und verabschiedete 1993 eine demokratische Verfassung. Der bisherige Staatspräsident Albert René erzielte in freien Wahlen eine Mehrheit von 53%. Seither findet ein kontinuierlicher Demokratisierungsprozeß mit Veräusserung von Staatsbetrieben, Abschaffung von Staatsmonopolen, Veränderung des Erziehungssystems und offener politischer Diskussion statt.